Mit der neuen Wildbox in den Herbst.

Wildfleisch genießen: Die 5 größten Mythen über Wildfleisch

Wildfleisch genießen: Die 5 größten Mythen über Wildfleisch


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Wir haben sie alle schon einmal gehört. Strenger Geschmack, zäh, strahlenbelastet und schwierig in der Zubereitung... Um Wildfleisch ranken sich unzählige Mythen und Vorurteile. Aber was steckt dahinter? In diesem Beitrag klären wir die bekanntesten 5 Mythen über Wildfleisch auf. 

1. Wildfleisch schmeckt streng. 

Wer sagt, dass er gerne Wildfleisch isst, wird häufig schief angeschaut. Dass Wild streng schmecke, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Doch stimmt er in den meisten Fällen nicht mit der Wahrheit überein.

Früher wurde Wild bei oft zu warmen Temperaturen zu lange gelagert, wodurch es zu einem Fermentationsgeruch kam und deshalb so streng schmeckte. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Wild wird bei etwa 2-4°C kurz abgehangen und gewinnt so seinen unverkennbaren, nussig-würzigen Geschmack, der bei jeder Wildart unterschiedlich ist.

2. Wildfleisch muss eingelegt werden. 

Auch diese Mythe hat mit den nicht vorhandenen Kühlmöglichkeiten aus früheren Zeiten zu tun. Um den Fermentationsgeruch nach ein paar Tagen der Lagerung zu überdecken, legte man das Wildfleisch ein. Diesen Geruch nannte man „Hautgout“. Genau dieser Hautgout (franz. ‚hoher Geschmack‘) galt früher als gesucht und typisch für Wild. 

Heute ist es nicht mehr nötig, Wildfleisch einzulegen, da das Fleisch bei niedrigen Temperaturen abgehangen wird. Durch das Abhängen reift das Fleisch. Das heißt, dass sich in der Zeit von wenigen Tagen das Glykogen, welches die muskeleigene Energiereserve ist, in Milchsäure umwandelt. Diese Milchsäure macht das Fleisch mild und zart.

3. Wildfleisch ist strahlenbelastet.

Auch wenn es Regionen gibt, in denen bei manchen Wildarten noch heute Strahlungswerte gemessen werden, welche den Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm übersteigen, würde dieses Wild aber nie verkauft werden.

Bevor Wild aus potenziell gefährdeten Regionen verkauft wird, gibt es immer eine Überprüfung auf Radioaktivität. Ergibt diese Prüfung einen über den Grenzen liegenden Wert, wird dieses Wild nicht mehr verkauft, sondern vernichtet. Hauptsächlich davon betroffen sind vor allem Wildschweine. 

4. Wildfleisch ist zäh. 

Von Natur aus ist Wildfleisch genauso wenig zäh wie zum Beispiel Schwein oder Rind. Es kommt wie bei jeder Fleischart nur auf die richtige Zubereitung an. Zu hohe Temperaturen beim Erhitzen des Fleisches sind einerseits ein Grund, warum Wild zäh werden kann. Durch zu schnelles, starkes Erhitzen wandert der Fleischsaft nach oben und tritt dort aus, was das Fleisch trockener macht.

Ein anderer Grund kann im Reifungsprozess liegen. Wenn das Fleisch zügig abgekühlt wird, ohne mindestens 1-2 Tage bei niedrigen Temperaturen zu reifen, kann es auch zäher sein.

5. Wildfleisch ist schwierig zuzubereiten. 

Auch dies ist ein Mythos. Klar, es gibt Unterschiede in der Zubereitung von Wild und anderem Fleisch aus konventioneller Haltung, jedoch sind diese nicht groß. Wildfleisch lässt sich eher mit fettärmeren konventionellen Filetstücken vergleichen.

Da Wild oftmals eingefroren zu Ihnen nach Hause kommt, ist es wichtig zu wissen, wie man es richtig auftaut. Dafür legen Sie das Wildfleisch am besten einen Tag vor der Zubereitung in den Kühlschrank, um ein langsames Auftauen des Wildes zu garantieren. 

Im Internet und auch wenn Sie beim Wildschytz bestellen, gibt es schmackhafte Wild-Rezepte, die Ihnen die Zubereitung erklären und leckere Gerichte entstehen lassen. Sie werden merken: Mit Wildfleisch kochen ist gar nicht schwer! 

Bei weiteren Fragen zum Thema Wildfleisch steht Ihnen unser Team aus Experten vom Wildschytz unter der E-Mail-Adresse: info@wildschytz.com jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre E-Mail. 

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